Staatssekretär Karl-Josef Laumann zu Besuch in Bottrop

05.05.2017

FfPuG Laumann_04.05.2017_01

Der Patientenbeauftragte und Pflegebevollmächtige der Bundesregierung Karl-Josef Laumann besuchte am Mittwoch das Kirchhellener Brauhaus und sprach u.a. über die Herausforderungen in der Sozial- und Familienpolitik. Aus der Sicht einer Familien- und Schulpolitikerin konnte Anette Bunse den Ausführungen von Karl-Josef Laumann nur beipflichten:

Als nicht hinnehmbar bezeichnete Staatssekretär Karl-Josef Laumann die Tatsache, dass die Entwicklungs- und Teilhabechancen von Kindern wesentlich durch deren Herkunft bestimmt sind. Die fortschreitende Institutionalisierung der Erziehung hat nicht den prophezeiten Erfolg gebracht. Große Sorgen bereitet Laumann zudem die Feststellung, dass es für viele Paare kaum noch möglich ist, den Wunsch nach einem Eigenheim zu realisieren.

Laumann forderte eine Reduzierung der jetzt in NRW bei 6,5% liegenden Grunderwerbssteuer und mehr bezahlbaren und sozialen Wohnraum. Der gesellschaftlichen Entwicklung in Bezug auf die Berufstätigkeit vieler Frauen und der deutlichen höheren Lebenserwartung vieler Menschen muss nach Ansicht des Pflegebeauftragten der Bundesregierung durch eine Ausweitung eines Tagespflegeangebots Rechnung getragen werden.

Zum Thema Inklusion forderte Laumann mehr Ehrlichkeit und Sensibilität bei der Umsetzung. Eine flächendeckende Umsetzung der Inklusion an unseren Schulen ohne entsprechende personelle Ressourcen sei nicht zielführend, werde den Kindern nicht gerecht und überfordere die Lehrerinnen und Lehrer.